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Erste Ergebnisse aus dem KliMoBay-Projekt für die Moore des Klosterlands Benediktbeuern
Allianzsaal im Maierhof
2022
Die Veranstaltung
Vortrag von Martina Schlaipfer (Hochschule Weihenstephan-Triesdorf)Moore können viel Kohlendioxid aufnehmen und in Form von Kohlenstoff speichern. Durch diese natürliche Fähigkeit rücken sie zunehmend in den Fokus der Klimapolitik. Allerdings haben etwa 95 Prozent der bayerischen Moore durch Entwässerung und landwirtschaftliche Nutzung diese Fähigkeit verloren und sind im Gegenteil eine bedeutende Treibhausgas-Quelle geworden. Das Forschungsprojekt KliMoBay untersucht diese Prozesse näher. Im Verbund arbeiten hier die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, die TU München, die LMU München und die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft zusammen. Auf Grundlage vorhandener Messreihen in bayerischen Mooren modellieren sie, wie diese Moore Treibhausgase aufnehmen bzw. abgeben. In die Untersuchungen fließen auch Wasserstands-Messungen und Bodeninformationen der Moore ein.Durch Satelliten-Fernerkundung können außerdem Hebungs- und Sackungsprozesse in den Mooren bestimmt werden. Diese Untersuchungen und Modellierungen sind wichtige Grundlage für Handlungsempfehlungen bei Wiedervernässungs-Projekten von Mooren. Die entstehenden Karten zeigen das „gesamtflächenhafte Klimaschutz- und Anpassungs-Potenzial“ dieser bayerischen Moore bis in das Jahr 2050 auf. Auch Moorflächen auf dem Klosterland Benediktbeuern werden in diesem Sinne untersucht.
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