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Kirchenkonzert: Mozart-Requiem

Pfarrkirche St. Sebastian

Sa
16. März
2024
Beginn
19:00
Veranstaltungsort
Pfarrkirche St. Sebastian
Bahnhofstraße 7, 85560 Ebersberg, Deutschland

Die Veranstaltung

Das letzte, nicht vollendete Werk Wolfgang Amadeus Mozarts (1756 – 1791), sein Requiem KV 626, gehört nicht nur zu den berührendsten und – im Sinne ihres Ranges und ihrer Qualität – vollkommensten Kompositionen dieser Gattung, sondern zu den bekanntesten und sicher mit am häufigsten aufgeführten Chorwerken der abendländischen Musikgeschichte überhaupt, was umso erstaunlicher ist, als es sich bei einem Requiem um eine Totenmesse und damit um einen „Stoff“ handelt, der zunächst einmal wenig anziehend und auch nicht in einem zumindest vordergründigen Sinn erbaulich sein dürfte. Dazu kommt noch, daß es eine starke gesellschaftliche Tendenz gibt, das Sterbenmüssen eines jeden Menschen möglichst weit aus dem Denken und Blickfeld zu verbannen bis hin zum oft geradezu absurden Versuch, jeder gesundheitlichen und auch sonstigen Gefahr um jeden Preis aus dem Weg zu gehen – was überhaupt nicht passieren darf, ist, daß jemand stirbt, und wenn er dann doch gestorben ist, wird das Ganze möglichst klinisch abgehandelt mit Urne und tunlichst pflegeleichtem Grab, um nur ja niemanden mit dem Gedanken an den Tod zu belasten.Freilich, ein Problem bleibt: Ein ewiges Leben hier auf der Erde wäre wohl auch nicht das Rechte, und mir scheint, daß ein Werk wie das Requiem von Mozart an dieser Stelle seine Wirkung entfaltet, weil es in einer unnachahmlichen und unmittelbar berührenden Weise die Sehnsucht nach dem echten Ewigen Leben, dem, wie man so sagt, „im Himmel“, anspricht und eine Perspektive der möglichen Erfüllung dieser Sehnsucht eröffnet. Eine Welt, in der in einer so wunderbaren Weise vom Tod und dem Leben danach die Rede ist und gesungen und musiziert wird, kann und wird womöglich doch nicht in sich selbst aufgehen – und es ist wohl die Erfahrung dieser Perspektive von Transzendenz, die sich im Erleben der Musik Mozarts überhaupt und noch einmal ganz besonders in seinem Requiem verwirklicht und die sie so anziehend und unwiderstehlich auch für viele macht, die ansonsten um den Gedanken an den Tod und das, was danach kommt, einen großen Bogen machen.Der Chor St. Sebastian führt dieses großartige Werk gemeinsam mit dem Kirchenchor Vaterstetten, der bereits am 10. März um 19.00 Uhr gemeinsam mit dem Chor St. Sebastian unter der Leitung der Vaterstettener Kirchenmusikerin Beatrice Menz-Hermann eine Aufführung des Stückes in der Kirche Maria Königin in Baldham in annähernd der gleichen Besetzung bestreiten wird, am 16. März 2024 um 19.00 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Sebastian in Ebersberg auf. Dieses gemeinsame Projekt mit dem Vaterstettener Chor ermöglicht eine wahrhaft eindrucksvolle Chorbesetzung von annähernd hundert Sängerinnen und Sängern, die den beiden Aufführungen des Mozart-Requiems gerade auch mit Blick auf dessen überirdischen, transzendenten, über sich hinausweisenden Charakter ein ganz besonderes, nicht oft zu erlebendes Flair verleihen wird. Dazu kommen ein Orchester mit Bassetthörnern, Fagotten, Trompeten, Pauken, Posaunen und Streichern sowie erstklassige Gesangssolisten: Talia Or, Sopran; Camilla Bull, Alt; Gustavo Martin (Baldham), Carsten Müller (Ebersberg), Tenor; Sebastian Lugmayr, Baß. Darüber hinaus beginnen beide Konzerte mit der Aufführung des Divertimento in D-Dur KV 251, dem sogenannten Nannerl-Septett von Mozart, was den versöhnlichen, auf die Schönheit des Himmels und der Erde blickenden Charakter der an diesen Abenden erklingenden Musik nur unterstreicht.Die Leitung des Konzerts in Ebersberg hat der Ebersberger Kirchenmusiker Markus Lugmayr; der Eintritt ist frei, es wird aber herzlich um eine Spende am Ende des Konzerts zur Deckung der Unkosten erbeten.

Info

Veranstalter Kirchenchor St. Sebastian
Veranstalter-Adresse Deutschland
Quelle Stadt Ebersberg
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