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Momentaufnahmen - Tangos und jiddische Lieder

Altes Rathaus Laufen

Die Veranstaltung

Was haben der Tango und das jiddische Liedgut gemeinsam? Beide Richtungen gehören zu dem, was man unter „Weltmusik“ versteht. Doch bevor sie dies werden konnten, waren sie musikalisches Ausdrucksmittel von Minderheiten, eine Musik, die sich den festen Platz in den Konzertsälen erst erobern musste.

Die Geschichte des Tangos begann gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Buenos Aires und Montevideo, wo verschiedene Kulturen aufeinandertrafen. Just im Jahre 1901 wird in Buenos Aires das erste Jiddische Theater eröffnet. Zufall? Der Ursprung der Lieder, die auf Jiddisch gesungen werden, liegt im Osteuropa des 19. Jahrhunderts. Jüdische Auswanderer brachten ihre Musik mit in die Neue Welt. Während die Klezmer-Musik rein instrumental ist und als Tanzmusik bei Festen, vor allem bei Hochzeiten, gespielt wurde (und wird), stehen bei den jiddischen Liedern die Texte im Vordergrund. Die jiddische Sprache, die sich aus mittelhochdeutschen, hebräischen und slawischen Elementen speist, ist klangvoll und ausdrucksstark.

Für die Mezzosopranistin Daniella Böhm ist dies ein Herzensprojekt, da sie neben Oper, Musical und Konzert auch ein Faible für musikalische „Kleinformen“ hat. Die vielseitige Künstlerin präsentiert Chansons in sechs Sprachen, wobei Jedes eine eigene „Momentaufnahme“ der jeweiligen Lebens- und Liebesgeschichte beinhaltet. Begleitet wird die Sängerin vom „Trio Invitation“, bestehend aus Helmut Rieger (Klavier, Klarinette, Arrangements), Thomas Heinelt (Kontrabass) und dem Percussionisten Jaroslaw Rafalsky. Aus dem breit gefächerten Repertoire des Ensembles werden charakteristische Gusto-Stückchen dargeboten. Das Spektrum reicht vom klassischen Tango à la Carlos Gardel, über Konzerttangos und Tango-Balladen von Astor Piazzolla, bis hin zu Liedern aus der Welt des jiddischen Theaters. Bekanntes und Unbekanntes wird zu hören sein.

Die Faszination, die sowohl der Tango als auch das jiddische Liedgut ausstrahlen, hat wohl damit zu tun, dass beide Musikrichtungen Melancholie und Lebensfreude vereinen.Altes Rathaus Laufen

Info

Quelle Kulturbüro Stadt Laufen
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