| Veranstalter | Referat Burg & Bühne | Elke Rusch |
| Veranstalter-Adresse | Burgweg 10, 82049 Pullach i. Isartal |
| Quelle | Gemeinde Pullach i. Isartal |
Burg & Bühne Theater: Faschingsdienstag 1945 - VERSCHOBEN auf 25.9.
Burg Schwaneck
Die Veranstaltung
Ein interaktives Theaterstück für Jugendliche, Senior*innen und alle anderen
Lernen wir Menschen wirklich nie aus unseren Fehlern? Reichen 75 Jahre tatsächlich aus, um die Lehren aus dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte in Vergessenheit geraten zu lassen? Steht es mir zu, über die Generation, die den größten Genozid der Menschheit zu verantworten hat, zu richten? Hätte ich die Zivilcourage gehabt, mich gegen dieses System zu stellen? Wo positioniere ich mich heute? Und wo stehen wir als Gesellschaft?
All diese Fragen drängen sich auf bei Faschingsdienstag 1945. Das Stück lässt Geschichte lebendig werden: Im Jahr 1956 schreiben drei junge Frauen im niedersächsischen Bad Harzburg ihr Abitur. Sie schreiben sehr persönliche Texte über ihre Kindheit im Krieg, Nächte in Luftschutzkellern und das Erleben von Flucht und Vertreibung.
Im Jahr 2017 fallen Caroline Tajib-Schmeer diese Texte in die Hände – denn sie stammen von ihrer Mutter und deren Klassenkameradinnen. Diese Zeugnisse der Schrecken der Jahre 33 bis 45 beeindrucken die Regisseurin tief. So tief, dass sie beschließt, daraus ein Theaterstück zu machen.
Tajib-Schmeer lässt ihre 82-jährige Mutter im Stück zu Wort kommen, ebenso wie Jugendliche von heute, die mit der Zeitzeugin über ihre Erlebnisse im Dritten Reich sprechen. Die mitwirkenden jungen Menschen haben fast alle Migrationshintergrund. Teile ihrer Familien leben noch heute in Kriegsgebieten. Im Film erzählen die Jugendlichen von ihren aktuellen Sorgen und Ängsten. Damit startet das Stück. Und damit schlägt Faschingsdienstag 1945 gleich zu Beginn den Brückenschlag zum Heute.
Die Regisseurin lädt die Senior*innen im Publikum zum Erinnern ein – und die Jugend zum Fragen und Reflektieren. Allen drei Aspekten – den Erinnerungen, den Fragen und den Gedanken – gibt sie bereits während der Performance Raum. Das Publikum wird aufgefordert, sich aktiv, nämlich schreibend, am Theaterstück zu beteiligen.
VORSTELLUNG
Dauer: ca. 75 min ohne Pause
Schauspiel/Gesang/Tanz/Musik: Lena Scholle, Sophie Wendt, Angie Plötz
Regie: Caroline Tajib-Schmeer
Ausstattung: Claudia Karpfinger
Produktion: SprachBewegung e.V.
Die Produktion Faschingsdienstag 1945 wurde vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München gefördert.
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