| Quelle | Gemeinde Odelzhausen |
Eva Gruberová und Helmut Zeller: Diagnose: Judenhass. Die Wiederkehr einer deutschen Krankheit
Bräustüberl Odelzhausen, Malzboden
Die Veranstaltung
Im Jahr 2021 kann jüdisches Leben in Deutschland auf eine 1700-jährige Geschichte zurückblicken. Oft hieß es, jüdisches Leben sei ein selbst- verständlicher Teil der gesellschaftli- chen Normalität. Doch die amtlichen Statistiken belegen einen Anstieg antisemitischer Straftaten – Schän- dungen von jüdischen Denkmälern, bewaffnete Anschläge auf Synago- gen, judenfeindliche Parolen bei anti- israelischen Demonstrationen oder Anti-Corona-Protestzügen. Viele in Deutschland verorten durch Krisen angefachten und durch Hassbeiträge in sozialen Medien verbreiteten
Antisemitismus hauptsächlich an den Rändern der Gesellschaft, bei Rechts- oder Linksradikalen oder in muslimischen Communities.
Eva Gruberová und Helmut Zel-
ler stellen dagegen in ihrem Buch Diagnose: Judenhass. Wiederkehr einer deutschen Krankheit (Verlag C.H.Beck) eine äußerst unangenehme These auf: Antisemitismus ist nach dem Holocaust und nach 1945 nicht verschwunden. Er ist weiterhin da, in dem noch jungen 21. Jahrhundert sogar virulenter denn je – und er ist mitten in der Gesellschaft ver- wurzelt. Für ihr neues Buch sind Eva Gruberová und Helmut Zeller zwei Jahre lang zwischen Ostsee, Bayern und Wien gereist und haben bei Interviews 80 Jüdinnen und Juden zugehört. Somit haben sie den in
der Antisemitismus-Debatte direkt Betroffenen eine Stimme gegeben: ihrer Wut und ihren Ängsten, ihrem Widerstand und ihrem Wunsch nach Normalität.
Corona gerechter Einlass (Maske nicht vergessen)
Info
Karte
Weiter stöbern
