| Veranstalter | Kunstforum Gilching e.V. |
| Veranstalter-Adresse | 82205 Gilching, Deutschland |
| Quelle | Gemeinde Gilching |
Komponistinnen und Komponisten aus drei Epochen
Christoph-Probst-Gymnasium (Aula)
Die Veranstaltung
Ein Beitrag zur 7. Gilchinger Kunst- und Kulturwoche
Werke von Ludwig van Beethoven, Clara Schumann, Amy Beach, Lili Boulanger, Igor Strawinsky und Antonín Dvořák
TRIO SONORO (Winterthur, Schweiz):
Julia Muñoz Toledo (Violine),
Hans-Ulrich Munzinger (Violoncello),
Franziska Gallati (Klavier)
Was für eine Besonderheit, dass Ludwig van Beethoven als arrivierter 42-jähriger Komponist für die 10-jährige Maxe Brentano ein Stück komponiert, nämlich das reizende Allegretto B-Dur! "Für meine kleine Freundin Maxe Brentano zu ihrer Aufmunterung im Klawierspielen (!)" schrieb er als Widmung dazu. Das Mädchen war die Tochter von Antonie Brentano, die nach den Erkenntnissen der wissenschaftlichen Klatschforschung als eine der möglichen "Unsterblichen Geliebten" Beethovens gilt. Ist das Allegretto also ein heimliches Liebesbriefchen via Tochter an die Mutter? Mag sein, aber jedenfalls ist das kleine Werklein ein oft gespieltes, schönes Eröffnungsstück eines Konzertprogramms.
Sodann werden drei Komponistinnen verschiedener Stilepochen vorgestellt: Clara Schumann, Ehefrau von Robert Schumann, die Amerikanerin Amy Beach, und Lili Boulanger aus Paris. Wir haben einzelne Sätze ausgewählt, damit drei Komponistinnen aus drei Epochen zum Zuge kommen können. Clara Schumann vertritt die Romantik; Amy Beach ist der Spätromantik zuzuordnen; Lili Boulanger, früh verstorbene Schwester der legendären Nadia Boulanger, pflegte eine Tonsprache, die dem neoklassischen Stil Strawinskys ähnlich ist. Alle drei Werke
bestechen durch ihre ausgeprägte Eigenart und das kompositorische Können ihrer Schöpferinnen.
Igor Strawinsky schrieb mit seiner Suite Italienne (eine Reduktion der Ballettmusik zu "Pulcinella") das erste Stück seiner neoklassischen Periode. Zeitgleich mit Strömungen in der Malerei verabschiedet sich Strawinsky von seiner wilden Frühphase und orientiert sich nun an herkömmlicher, "klassischer" Musik. Hieraus entsteht eine vergnügliche, hintersinnig witzige Neukomposition alter Musik, mal festlich, mal sehnsüchtig, mal turbulent, bis hin zum Finale, wo alles in bester Buffomanier enden kann.
Das Klaviertrio f-moll von Antonín Dvořák gilt als ein Höhepunkt in Dvořáks Schaffen überhaupt. Die Verbundenheit des Komponisten mit seiner Heimat kommt im Trio f-moll ebenso zum Ausdruck wie seine brennende Leidenschaft, es im Komponieren dem großen Vorbild Johannes Brahms gleichzutun. Dazu steht Dvořáks urmusikalisches Genie ganz in der Nähe eines anderen Großen: Franz Schubert.
KARTEN zum Preis von 18,-€ / 14,-€ (Rentner) / 10,-€ (Schüler, Studenten) / 10,-€ (Mitglieder) sind erhältlich::
per Telefon bei Ilse Bellwinkel (Tel.: 08105/ 22 210),
per mail unter info@kunstforum-gilching.de oder
über das Kontaktformular unter www.kunstforum-gilching.de/infos-karten
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