| Quelle | Markt Markt Indersdorf |
Eröffnung "Weg des Erinnerns" in Markt Indersdorf
Gedenktafel am Wasserturmweg
Die Veranstaltung
Wie eine alte Trutzburg thront der alte Wasserturm über Markt Indersdorf, auf dem höchsten Punkt der Gemeinde - ein Baudenkmal in idyllischer Umgebung, dem man nicht ansieht, dass es in 110 Jahren zwei Weltkriege, Wind und Stürme und vieles überstanden hat. Dort oben, wie ein Wächter über dem Ort, stellte der Profanbau von 1911 bis 1969 die Wasserversorgung des Klosters Indersdorf sicher, - auch in der Zeit des 2. Weltkriegs, als im Kloster eine nationalsozialistische Fürsorgeeinrichtung untergebracht war und in einer Baracke an der Klostermauer mindestens 35 Kleinkinder osteuropäischer Zwangsarbeiterinnen an mangelnder Ernährung und Versorgung zugrunde gingen. Auf dem nahegelegenen Bezirksfriedhof fanden diese jüngsten Opfer des Nationalsozialismus ihre letzte Ruhestätte. In den ersten drei Nachkriegsjahren war der Wasserturm ein beliebter Treffpunkt der jungen Holocaustüberlebenden, die im Kloster vorübergehende Zuflucht fanden.Heute führt der neu errichtete „Weg des Erinnerns“ vom ehemaligen Standort der berüchtigten Kinderbaracke bis zum historischen Bezirksfriedhof an der Maroldstraße, vorbei am Wasserturm, an dem man eine herrliche Aussicht und Ruhe genießen kann.Fußweg ca. 20 Minuten.
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