| Quelle | hubermedia GmbH |
Moor- und Moorrandbereiche. Pflege oder Naturentwicklung? Kultur- oder Naturlandschaft? Die Kreuzotter: Gefahr oder Qualitätssiegel hochwertiger Erhol
Bund Naturschutz - Kreisgruppe FRG
Die Veranstaltung
Der bayerisch-böhmische Grenzkamm gehört zu den Gebieten mit der höchsten Artenvielfalt in Zentraleuropa. Moore liefern dazu einen wesentlichen Beitrag. Im vergangenen Jahrhundert wurde durch, vielfach staatlich angeregte und organisierte, Entwässerung die Feuchtgebietsfläche stark verkleinert und ihre Funktion in der Landschaft deutlich verringert. Gleichzeitig stieg die Zahl der Sommerhochwässer in diesem Zeitraum extrem an. Feuchtgebiete dienen nicht nur als Lebensraum seltener Arten und Wasserpuffer, sondern spielen als Kohlenstoff- und Nährstoffspeicher eine große Rolle bei der Lösung der aktuellen Problematik der Klimaerwärmung und Wasserqualität. Das Potential intakter Moore wird zunehmend erkannt. Eine Investition in Schutz und Renaturierung von Mooren loht sich auch volkswirtschaftlich. Für die Bedeutung als Lebensraum bedrohter Arten spielt dabei ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Pflege und natürlicher Entwicklung eine entscheidende Rolle.Am Donnerstag, den 17. Juni, um 18.30 Uhr findet unter Leitung von Biologe Karel Kleijn eine Führung zu Moorflächen in Vorderfirmiansreut bei Philippsreut statt. Diese Flächen gehören zu den Projektflächen des EU-Life-Programmes ,,Life for Mires“ (= „Leben für Moore‘‘). Das Projekt umfasst vorwiegend Flächen Nationalpark Šumava, aber auch etlichen Ankaufsflächen des Bund Naturschutz auf deutscher Seite. In den kommenden sechs Jahren sollen über dieses Projekt über 2000 ha Feuchtfläche aufgewertet und vernetzt werden sowie über 100 Kilometer Fließgewässer renaturiert werden. Im Rahmen der Führung wird der Biologe Karel Kleijn über das Projekt informieren, den aktuellen Stand laufender Schutzmaßnahmen für Kreuzotter, Auer-, Birk- und Haselhuhn, Fischotter, Luchs, Wolf, Rotwild, Elch erläutern und erklären, welche Rolle der Biber hierbei spielen kann.Veranstalter: Gemeinde Philippsreut, KEB, Grünes Herz Europa, Bund Naturschutz
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